So sollen die drei Modelle aussehen. Die Wasserstofftanks könnten am Heck untergebracht werden.

Der Flugzeugbauer Airbus will bis zum Jahr 2035 drei verschiedene emissionsfreie Jets in die Luft bringen. Einen großen Anteil an der Entwicklung der Modelle könnte dabei Hamburg haben. Das sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos).

Mit Wasserstoff angetrieben

Spektakuläres Konzept: Bei diesem Modell würden die Passagiere quasi in den Flügeln sitzen.

"ZEROe" nennt Airbus die drei Modelle, die alle mit Wasserstoff angetrieben werden können. Die Langstreckenversion ähnelt noch sehr klassischen Flugzeugen, die mit Turbinen angetrieben werden. Bei der Kurzstreckenversion setzt Airbus auf den Turoprop-Antrieb, also eine Turbine mit Propellern. Die Wasserstofftanks, die mehr Platz benötigen als herkömmliche Kerosintanks, will Airbus am Heck hinter der Passagierkabine anbringen.

Spektakulär mutet das dritte Modell an: Dabei verschmelzen die Tragflächen mit dem eigentlichen Rumpf. Passagiere könnten dabei auch in den Flügeln untergebracht werden.

Airbus-Chef setzt auf staatliche Unterstützungen

Airbus-Chef Guillaume Faury bezeichnete den Wechsel zu sauberen Antriebsarten als extrem wichtig für die Zukunft der Luftfahrt. Dabei sei man aber auch auf die Unterstützung von Regierungen angewiesen - also auf staatliche Unterstützung für die Luftfahrtforschung.

Hamburg sei an Bord, sagte Wirtschaftssenator Westhagemann. In der Hansestadt werde bereits jetzt an der Energiegewinnung aus grünem Wasserstoff sowie an Brennstoffzellen für Flugzeuge geforscht. Maßgeblich am Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung, das die Stadt in Finkenwerder gebaut hat.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Airbus-will-emissionsfreie-Jets-Hamburg-plant-mit,airbus1698.html